Lj. A: 27. So.i.Ja:

Wasser Erntedank: "Wasser, das blaue Gold"

Das blaue Gold – Überfluss oder Mangel?

Wasser ist das blaue Gold der Erde - ein einzigarti­ges Element, das Leben und Über-Leben ermöglicht. Der richtige Umgang mit dem kostbaren Gut und eine gerechte Nutzung gehören zu den Überlebens-Fragen unserer Zukunft.

Wir brauchen Wasser jede Minute unseres Lebens, zum Trinken und Kochen, für unsere Körper­hygiene, zum Waschen und Put­zen und für die Zubereitung unserer täg­lichen Nahrung.

Wasser ist ein begrenztes Gut, in vielen Teilen der Welt sogar ein knappes und umkämpftes Gut, das durch nichts ersetzt wer­den kann. Während unser blau­er Planet zu 70 Prozent aus Was­ser besteht, sind davon nur drei Prozent genießbares Süßwasser. Dieses ist zum überwiegenden Teil in Gletscher- und Polar-Eis ge­bunden. Nur knapp ein Prozent steht zur unmittelbaren Nutzung zur Verfügung - in Seen, Flüssen und als Grund­wasser. Die tech­nische Umwandlung von Salzwasser in Süßwasser ist leider noch keine geeignete Lösung, weil  mit zu hohen Energiekosten verbunden.

Das blaue Gold für unsere Gesundheit

Führt man dem Körper zu wenig Wasser zu, macht der Kreislauf schlapp. Lebensgefährlich sind die Auswirkungen, wo kein sau­beres Trinkwasser und zu wenig Wasser für den sanitären Bereich vorhanden sind. Jede Naturka­tastrophe führt uns dies unbarmher­zig vor Augen. Um Epidemien wie Cholera und Typhus zu ver­hindern, müssen binnen weniger Tage intakte Wasseraufberei­tungsanlagen zum Einsatz kom­men. Und dort, wo das kost­bare Gut ständig Mangelware ist, stellen wasserbedingte Krank­heiten noch immer das dritt­größte Gesundheitsrisiko dar. Wissenschaftler haben errechnet, dass eine Person mindestens 20 bis 40 Liter pro Tag für ein menschenwürdiges Leben braucht. Davon sind aber nach wie vor knapp zwei Milliarden Men­schen ausgeschlossen: in Asien, Afrika und in Lateinamerika.

Bei uns gibt es reichlich von dem Blauen Gold

In unseren Breiten herrscht kein Mangel an Wasser. Nur selten, in regenarmen Sommern, schrän­ken Bürgermeister den Verbrauch des Wassers ein – für Pools etwa, oder fürs Autowaschen.

Sonst ist Wassermangel bei uns kein Problem, Gott sei Dank. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass wir unsere Flüsse, die Seen und das Grundwasser sauber halten. Zurzeit ist die Landwirtschaft unser Sorgenkind, wenn sie durch überzogene Nutzung unser Grundwasser belastet.

Papst Franziskus mahnt: "Schutz der Umwelt ist Christenpflicht".

Sonja Pfeisinger+P. Raimund