2026 Lesejahr A | 28. Sonntag im Jahreskreis

Evangelium nach Matthäus (Mt 22,1)

In jener Zeit erzählte Jesus den religiösen Führern noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.

 

Impuls:

Liebe Lehrpersonen, seid ihr gut hineingestartet ins neue Schuljahr? Das wünsche ich euch. Jetzt ist Schul-Alltag. Und der ist oft genug Knochen-Arbeit. Egal welches Fach. Es gibt überall schwierige Themen, wo sich eine Lehrperson den Kopf zerbrechen muss: Wie sag ichs meinem Kinde, so dass es die Materie versteht, auch weniger begabte Schüler. Schwer genug.

Jesus hat dasselbe Problem. Er hat eine neue Idee, die Idee vom Reich Gottes. Es ist ein geistiges Reich, ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Aber was nützt die beste Idee, wenn sie keiner kennt und keiner lebt? Also braucht es einige Erklärung. Jesus versucht es immer wieder mit Gleichnissen.

Heute vergleicht er das Reich Gottes, das Himmelreich oder seine Kirche mit einem König, der für seinen Sohn die Hochzeit vorbereitet. Der Vater ist der liebe Gott. Der Sohn ist Jesus. Die Hochzeit ist das blühende Leben im Reich Gottes. Hochzeit. Da werden jede Menge Gäste eingeladen, natürlich zuerst die hohen Herren: Die religiösen Führer, die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Sie haben studiert und müssten doch mühelos seine Idee bergreifen. Sie müssten kapieren: Das ist eine tolle Idee. Da mach ich sofort mit.

Was geschieht? Keiner kommt. Jeder mault: Was soll diese neue Lehre von der Nächstenliebe? Das Wichtigste sind doch die Gesetze, oder? Der macht ja unseren guten alten Glauben kaputt mit seiner Idee. Die religiösen Führer sind zwar als erste Gäste zur großen Hochzeit des Sohnes Jesus geladen- aber keiner geht hin. Keiner macht mit. Soll der Gastgeber jetzt die Hochzeit absagen, seine Idee begraben? Kommt ja gar nicht in Frage. Dann werden halt andere Gäste eingeladen, solche, die seine neue Idee annehmen, die an ihn glauben.

Wenn die religiösen Führer nicht wollen, vielleicht wollen andere? Einfache Leute von der Straße? Ungebildete Menschen, Zöllner und Sünder, Dirnen? Vielleicht sogar Ausländer und Heiden? Vielleicht sogar Osttiroler? Warum nicht? Der König des Himmels und sein Sohn haben einen unfassbaren Schwenk vollzogen: Vom auserwählten Volk der Juden hin zu allen Völkern auf dem ganzen Erdenrund. Von den Frommen hin zu den weniger Frommen und Sündern.

Das war unser Glück. In diesem Reich haben plötzlich alle Platz, auch die Ausländer. Jeder ist willkommen, wenn er nur glaubt.

Jesus selber sagt: Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet.

Eine völlig neue Religions-Philosophie: Gott ist nicht nur für das auserwählte Volk der Juden da, sondern für alle Völker, für alle Menschen.

Lb. Gl. Jetzt kommen Unzählige jeden Sonntag zu seinem Fest, zum Gottesdienst. Und Unzählige arbeiten mit in seinem Reich, in seiner Kirche. Die einen machen bezahlte, viele andere sogar unbezahlte Dienste. Und sie sind glücklich dabei. Gibt es denn was Größeres, als mit dem Allerhöchsten zu leben, an ihn zu glauben, mit ihm zu feiern und – für ihn zu arbeiten? Im Reich des Friedens, da sind sogar paradiesische Zustände möglich. Also, kommt zur Hochzeit. Der König will ein volles Haus.

 

Erntedank: "Wasser, das blaue Gold"

Bild: Brunnen-Klosterplatz

Das blaue Gold – Überfluss oder Mangel?

 

Wasser ist das blaue Gold der Erde - ein einzigarti­ges Element, das Leben und Über-Leben ermöglicht. Der richtige Umgang mit dem kostbaren Gut und eine gerechte Nutzung gehören zu den Überlebens-Fragen unserer Zukunft.

Wir brauchen Wasser jede Minute unseres Lebens, zum Trinken und Kochen, für unsere Körper­hygiene, zum Waschen und Put­zen und für die Zubereitung unserer täg­lichen Nahrung.

Wasser ist ein begrenztes Gut, in vielen Teilen der Welt sogar ein knappes und umkämpftes Gut, das durch nichts ersetzt wer­den kann. Während unser blau­er Planet zu 70 Prozent aus Was­ser besteht, sind davon nur drei Prozent genießbares Süßwasser. Dieses ist zum überwiegenden Teil in Gletscher- und Polar-Eis ge­bunden. Nur knapp ein Prozent steht zur unmittelbaren Nutzung zur Verfügung - in Seen, Flüssen und als Grund­wasser. Die tech­nische Umwandlung von Salzwasser in Süßwasser ist leider noch keine geeignete Lösung, weil mit zu hohen Energiekosten verbunden.

Das blaue Gold für unsere Gesundheit

Führt man dem Körper zu wenig Wasser zu, macht der Kreislauf schlapp. Lebensgefährlich sind die Auswirkungen, wo kein sau­beres Trinkwasser und zu wenig Wasser für den sanitären Bereich vorhanden sind. Jede Naturka­tastrophe führt uns dies unbarmher­zig vor Augen. Um Epidemien wie Cholera und Typhus zu ver­hindern, müssen binnen weniger Tage intakte Wasseraufberei­tungsanlagen zum Einsatz kom­men. Und dort, wo das kost­bare Gut ständig Mangelware ist, stellen wasserbedingte Krank­heiten noch immer das dritt­größte Gesundheitsrisiko dar. Wissenschaftler haben errechnet, dass eine Person mindestens 20 bis 40 Liter pro Tag für ein menschenwürdiges Leben braucht. Davon sind aber nach wie vor knapp zwei Milliarden Men­schen ausgeschlossen: in Asien, Afrika und in Lateinamerika.

Bei uns gibt es reichlich von dem Blauen Gold

In unseren Breiten herrscht kein Mangel an Wasser. Nur selten, in regenarmen Sommern, schrän­ken Bürgermeister den Verbrauch des Wassers ein – für Pools etwa, oder fürs Autowaschen.

Sonst ist Wassermangel bei uns kein Problem, Gott sei Dank. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass wir unsere Flüsse, die Seen und das Grundwasser sauber halten. Zurzeit ist die Landwirtschaft unser Sorgenkind, wenn sie durch überzogene Nutzung unser Grundwasser belastet.

 

Papst Franziskus mahnt:
"Schutz der Umwelt ist Christenpflicht".

 

Sonja Pfeisinger+P. Raimund